Welche Diät ist gut fürs Herz?


Ernährung im Vergleich
Welche Diät ist gut fürs Herz?
mauritius images / Adam korzeniewski / Alamy / Alamy Stock Photos

Von mediterran über fettreduziert bis steinzeitlich: Wer sich gesund ernähren möchte, kann aus einer Vielzahl von Kostformen wählen. Doch welche Diät schützt Herz und Gefäße?

Gewicht verlieren ist nicht alles

Diäten sollen nicht nur beim Abspecken helfen. Ein weiterer Grund für bestimmte Kostformen ist der Wunsch, sich gesund zu ernähren und damit seinem Körper Gutes zu tun. In wieweit das Herz davon profitiert, hat jetzt ein Team der American Heart Association untersucht. Dafür prüften die Wissenschaftler*innen zehn gängige Diäten bezüglich ihrer Wirkung auf Faktoren, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen (u.a. Blutfette, Blutzucker, Blutdruck).

Gewinner mit 100 von 100 erreichbaren Punkten war die DASH-Diät. Dabei handelt es sich um eine Kostform, die speziell gegen Bluthochdruck empfohlen wird. Sie ist reich an Gemüse, Obst und Vollkornprodukten. Bevorzugt werden Proteine aus pflanzlichen Quellen wie Hülsenfrüchten, Bohnen oder Nüssen, erlaubt sind Fisch oder Meeresfrüchte, mageres Fleisch und fettarme bzw. -freie Milchprodukte. Weitgehend verzichtet wird bei der DASH-Diät auf Salz, Zucker, Alkohol und verarbeitete Lebensmittel.

Mittelmeerdiät und Vegetarismus schneiden gut ab

In puncto Herzgesundheit mit über 85 Punkte gut abgeschnitten haben auch die Mittelmeerdiät, die vegetarische Kost und die pescetarische Ernährung (eine vegetarische Kost, bei der Fisch erlaubt ist). Die Mittelmeerdiät hätte noch weiter vorn landen können: Punktabzug gab es dafür, dass sie den mäßigen Genuss von Rotwein erlaubt.

78 Punkte erhielten die vegane Kost und die fettarme Diät. Nachteil der veganen Kost ist der drohende Vitamin-B12-Mangel. Die Expert*innen empfehlen, dass Vitamin zu supplementieren. Fettarme Kost wiederum hat das Manko, dass man zum Ausgleich häufig zu viele Kohlenhydrate zu sich nimmt.

Kohlenhydratarme und extrem fettarme Ernährung landeten noch weiter hinten. In den beiden Diäten fehlen Obst, Getreide und Hülsenfrüchte bzw. Nüsse und gesunde Pflanzenöle – alles Lebensmittel, die für einen herzgesunden Speiseplan empfohlen werden.

Steinzeitdiät schließt herzgesunde Lebensmittel aus

Schlusslicht mit weniger als 55 Punkten waren Steinzeitdiät und ketogene Kost. Kurzfristig scheint man damit gut an Gewicht abzunehmen, langfristig leiden Herz und Gefäße. Denn die Steinzeitdiät schließt herzgesunde Lebensmittel wie Vollkornprodukte, raffiniertes Getreide, Hülsenfrüchte, Öle und Milchprodukte komplett aus. Und bei der ketogenen Diät werden weniger Ballaststoffe und mehr gesättigte Fettsäuren konsumiert – beides leistet nach heutigem Wissen der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Vorschub.

Quelle: Circulation

News

Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch
Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch

Einfluss nicht unterschätzen

Die meisten Menschen wissen, dass starkes Übergewicht (Adipositas) nicht gesund ist. Weniger bekannt ist aber, dass Adipositas auch die Chancen auf ein Kind verringern und Schwangerschaften komplizierter machen kann.   mehr

Salz: Verzichten oder ersetzen?
Salz: Verzichten oder ersetzen?

Für Herz und Gefäße

Salzverzicht gehört zu den Basismaßnahmen bei der Behandlung von Bluthochdruck. In manchen Fällen reicht das nicht – dann ist der Salzersatz besser.   mehr

Kurz vorm Ziel am gefährlichsten
Kurz vorm Ziel am gefährlichsten

Herzgefahr beim Marathon

Langstreckenläufe muten dem Herz-Kreislauf-System einiges zu. In seltenen Fällen kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Männer trifft es dabei bevorzugt – womöglich aufgrund typisch männlicher Persönlichkeitsmerkmale.   mehr

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im März

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Eichhorn-Apotheke
Inhaberin Katja Lummert
Telefon 05147/10 61
E-Mail info@eichhorn-apotheke-uetze.de